Rad- und Motor- Club
   "Sturm" Hombruch 1925 e.V.
        Mitglied des Radsportverbandes Nordrhein-Westfalen e.V im Bund Deutscher Radfahrer
      21 facher Deutscher Meister

Historie

1945 -1950 Der Wiederaufbau

Mit dem 8. Mai 1945, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands, begann der zweite Abschnitt der Vereinsgeschichte des Rad- und Motor-Clubs "Sturm" Hombruch 1925, der nach fast 20 jährigem Bestehen vor dem Nichts stand. Da waren es die Gebrüder Alfred und Herbert Neumann, die den Hombrucher Radsport wieder zum Leben erweckten. Alle Verbände und Vereine waren durch die Militärregierung aufgelöst worden, und alle bis dahin tätigen Vorsitzenden durften nicht mehr amtieren, unter ihnen auch der Vorkriegsvorsitzende Walter Heinrichs.
Für den Stadtbezirk Hombruch ließ die Besatzungsmacht im Herbst 1945 unter dem Namen TUS Hombruch" nur einen Zentralsportverein zu. Als Radsportabteilung schlossen sich hier die früheren Mitglieder des "Sturm" Hombruch an.
Federführend für die Abteilung Radsport wurde Herbert Neumann, während Alfred Neumann den Vorsitz übernahm.


Walter Heinrichs, Herbert Neumann, Paul Gabriel und Alfred Neumann 1945 bei der Beseitigung von Bombenschäden auf der Hombrucher Aschenbahn

Um wieder mit Radsportveranstaltungen werben zu können, wurde beschlossen die zerbombte Aschenbahn im Stadion Hombruch wieder herzurichten. In monatelanger Arbeit wurde die Bahn von Alfred und Herbert Neumann, Paul Gabriel und Walter Heinrichs, in den letzten Wochen noch durch  Erich Pohlmann und Gustav Glembock verstärkt wieder hergerichtet.
Am 6. Juli 1946 war es dann soweit, mit einem Mannschafts-Mehrkampf "Berlin-Münster-Dortmund" wurde die Bahn wieder eröffnet. Es siegte Dortmund vor Berlin und Münster. Das Hauptfahren gewann Fritz Siefert (Hombruch) vor Kappey (Dortmund) und Grigat (Berlin). lm Ausscheidungsfahren siegte Borkowski (Dortmund) vor Böttcher (Bochum), während das von der Publikumsmenge begeistert aufgenommene 20-km-Punktefahren eine Beute von Kappey wurde, gefolgt von Grigat (Berlin) und Schellhase (Aplerbeck).
Bereits am zweiten Vom "Surm" Hombruch durchgeführten Renntag wurde eine für Hombrucher Tourenfahrer aufgezogene Werbeveranstaltung "Mein erster Sieg", zur sichtung eingeführt.
In einem dieser Wettbewerbe wurde das Rennfahrertalent Walter Schürmann entdeckt, der bereits zwei Jahre später zu den erfolgreichsten Straßenfahrern Westdeutschlands zählte und drei Jahre nach seinen ersten Erfolgen mit dem Tourenrad den Titel eines Deutschen Meisters errang.


Walter Schürmanns erster Sieg als Tourenfahrer 1946

Da es bis zum Ende 1946 nicht zu einer Verbandsgründung kam, schlossen sich die Vereine zu Gemeinschaften im kleineren Rahmen zusammen. Hier wurde der Club durch Herbert Neumann vertreten, der in der Fachschaft Radsport im Kreissportverband Dortmund den Vorsitz hatte und im damaligen Gau Westfalen als Fachwart für Bahnfahren tätig war. Außerdem war Herbert Neumann 1947 maßgebend an der Gründung des "Fachausschusses Radsport Nordwestdeutschland" und ein Jahr später des "Radsportverbandes Nordrhein-Westfalen" beteiligt.
 Im Jahre 1947 verfügte der Club schon wieder über eine stattliche Anzahl aktiver Fahrer, die zwar noch unter Materialmangel leiden aber schon einige Achtungserfolge einfahren konnten. 1947 richtete der Club auch schon wieder sein erstes Straßenrennen nach dem Krieg aus. Im Sommer 1947 trat der Club mit der Ausrichtung der westfälischen Gaumeisterschaft, als erste straßensportliche Veranstaltung der Nachkriegszeit, an die Öffentlichkeit. Neuer Gaumeister auf der 14 km langen Rundstrecke, die fünfmal durchfahren werden mußte, wurde der Bielefelder Werner Holthöfer vor  Günter Pankoke ebenfalls Bielefeld. Die Jugendtitel blieben in Hombruch, dabei gelang es Walter Schürmann, den Titel eines Jugendmeisters im Gau Westfalen zu erringen. Bei den 14-16jährigen brachte Rether den Titel des  Jugendmeister des Gaues Westfalen an sich.

Der aus Berlin bekannte Organisator der Deutschland-Rundfahrten der Vorkriegszeit, Hermann Schwartz, sorgte mit dem "Grünen Band vom Rhein", einer 6-Etappen-Fahrt, für eine zugkräftige Veranstaltung der Berufsfahrer.
Hier gelang Fritz Diederichs mit seinem zweiten Platz im Gesamtergebnis hinter dem Dortmunder Bautz ein großer Wurf. Emil Kijewski, der erst Ende Februar 1947 aus der Gefangenschaft heim kam, belegte im Gesamtergebnis den 15. Platz. Hermann Siebelhoff konnte neben anderen Erfolgen die "Goldene Torpedoschärpe" in Schweinfurt gewinnen. Alles in allem war der R.u.M.C. schon wieder in der Erfolgspur.


Wuppertal 1949 die Erfolgsfahrer Günther Bintner und Walter Schürmann auf dem ersten und zweiten Platz

Walter Schürmann Deutscher Straßenmeister 1949 in Herpersdorf bei Nürnberg

Der "Hombruch Vierer" auf dem 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften 1949 in Schweinfurt

Hiermit wären fast 25 Jahre in groben Zügen aufgezeichnet, Aufbauarbeit in der Zeit der Wirtschaftskrise, die Jahre der Stabilisierung des Clubs bis zum 2. Weltkrieg, die schweren Jahre des Krieges mit all seinen Schrecken und die harten Jahre des Wiederaufbaus des deutschen und heimischen Radsports in der Nachkriegszeit.
An der Schwelle des neuen Jahres 1950 standen die Vorbereitungen für das 25. jährige Vereinsjubiläum. Aus Anlass des Jubiläums wurde Mitte Januar beschlossen, das Vereinslokal zu wechseln. Der Club, der seit 1934 im Lokal "Jägerhof" zu Hause war, musste Ende des Krieges zum "Märkischen Hof", an der Deutsch-Luxemburger Straße, übersiedeln, da der "Jägerhof" durch Kriegseinwirkung schweren Schaden erlitten hatte.  Anfang 1950 wurde der "Jägerhof wieder eröffnet, nichts lag näher, als das alte Vereinslokal nach fünf jähriger Ausquartierung wieder zu beziehen. So wurde Ende Januar dort die Jahreshauptversammlung abgehalten, in der das Festprogramm für die Jubiläumsfeierlichkeiten festgelegt wurde.
Vereinsgründung war  am 1. Juni 1925, In Anlehnung daran wurde als Termin das Wochenende 10. bis 12. Juni bestimmt. In einem Festzelt Zelt und in den Räumen des "Jägerhofs" sollte das Festprogramm stattfinden. Außerdem fand an allen drei Tagen auf dem Festplatz ein Volksfest mit Kirmes statt.
Als Höhepunkt stand am Sonntag Vormittag ein Straßenrennen die "Landesverbandsmeisterschaft im Einerstreckenfahren" über 150 km auf dem Rundkurs Hombruch-Barop-Eichlinghofen-Stockum-Witten-Schanze-Löttringhausen-Kirchhörde-Hombruch 1 Runde gleich 30km auf dem Programm. Landesverbandmeister 1950 wurde Heinz Schulte aus Köln.


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